Eggenthal

Informationen über den Ort

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Gemeinde Eggenthal

Die Gemeinde Eggenthal mit ihren 21 Ortsteilen auf einer Fläche von 2810 ha bei einer Meereshöhe von ca. 660 bis 820 Meter ü. NN ist vom Erscheinungsbild und der Struktur her sehr landwirtschaftlich geprägt. Unser Gemeindebereich bietet mit seiner hügeligen Landschaft und seinen reizvollen Tälern, sei es das Obere Mindeltal, Röhrwang oder das weite Mühlbachtal, eine schöne Landschaft zum Wandern und Genießen. Eggenthal zählt derzeit über 1300 Einwohner.
Die Ortsteile sind: Eggenthal, Bayersried, Romatsried, Schleifmühle, Reichartsried, Mayers, Schönlings, Stehlings, Blumenried, Webams, Völken, Linden, Kreuzhof, Rangerhof, Unterwebams, Grub, Wurmannswies, Binkenhofen, Sonderhof, Lausbühl, Röhrwang.
Eggenthal Ansicht vom Hang
Die Entstehungsgeschichte Eggenthals reicht vor Christi Geburt zurück. Ursprünglich befand sich dort eine Keltensiedlung mit dem Namen "Navoe". Eggenthal lag an der römischen Heeresstraße, die von Augsburg über Kempten und Bregenz nach Mailand verlief. Navoe war ein Stützpunkt an dieser Straße. Urkundlich wird Eggenthal 1120 zum ersten Mal erwähnt. "Von Egginthale" hieß das Rittergeschlecht, das den Ort von seiner Burganlage, die auf dem Seelenberg stand, beherrschte. Die noch gut sichtbaren Burggräben bezeugen dies. Die Besitzer von Dorf und Burg wechselten mehrmals. 1369 kamen Ort und Burg in den Besitz des Irseer Klosters. Die Säkularisation 1803 machten dieser Herrschaft ein Ende. 
Eggenthal Pfarrkirche St. Afra

Die Eggenthaler Pfarrkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist der Heiligen Afra geweiht. Erbaut wurde sie im romanischen Landkirchenstil. Die Umfassungs- und Grundmauern des Turmes sind jedoch älteren Datums. Sie wurden um 1200 errichtet.

Ein dominantes Gebäude in Eggenthal ist der um 1500 erbaute Zehentstadel, der direkt an der Römerstraße steht. Es handelt sich um ein eingeschoßiges Gebäude mit steilem und massivem Satteldach. Es befindet sich mitlerweile im Besitz der Gemeinde. An der Giebelseite ist ein Terrakottawappen des Abtes Karl Endres von Irsee angebracht.

Besonders stolz sind die Eggenthaler auf die Marienkapelle, die weithin sichtbar auf dem Seelenberg steht. Es geht die Sage, dass Kinder im Jahr 1645 neben dem Pestfriedhof und unter Anleitung eines Zimmermannes eine hölzerne Kapelle gebaut haben. Diese bescheidene Kapelle stand ungefähr 30 Jahre, bis sie verfiel. Bis 1682 wurde an ihrer Stelle eine größere, gemauerte einfache Kapelle, ohne Turm, errichtet. 1697 wurde mit dem Bau der barocken Kapelle, wie man sie heute kennt, begonnen. 1704 war ihre Einweihung. Dass die Marienkapelle, die von der Größe her eigentlich eine Kirche ist, im Zuge der Säkularisation nicht zerstört wurde, sondern in den Besitz der Gemeinde überging, ist einigen besonnenen Bürgern zu verdanken. Die Kapelle ist die Jahrhunderte über immer wieder liebevoll und mittels finanzieller Kraftakte renoviert worden.
Marienkapelle auch Seelenkapelle genannt

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